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Tagesfarhrt 2 Marbella über Los Barrios nach Ronda und zurück
Tagesfahrt1
Marbella über Ojen- Coin - Mijas - Fuengirola.
Tagesfahrt2
Marbella über Los Barrios, Ronda, Marbella.
Tagesfahrt3 ca. 160 Km, Malaga, Colmenar, Stausee, Loja, Málaga.
Tagesfahrt3_lang ca. 300 Km, Málaga, Colmenar, Stausee, Prov. Granada, Motril, Málaga.
Tagesfahrt3_lang ca. 300 Km, aber alternativ über die Berge.

Verehrte Mitfahrer, diese Rundreise ist gewaltig und unterschätzen Sie die benötigte Zeit nicht. Wir raten Ihnen, entweder sehr früh aufzubrechen oder eine Übernachtung in Ronda einzuplanen. Es können je nach Eile schon 10 Stunden werden.

Unsere Fahrt beginnen wir in Marbella. Das hat den Vorteil, daß wir die meiste Zeit keine Sonne von vorn haben und die Fahrt so angenehmer ist. Wo Sie letztlich starten, bleibt Ihnen überlassen. Von Marbella aus fährt man möglichst zügig Autobahn oder die Küstenstraße. Das Stück nach Estepona ist noch einfache Straße und da geht es meist etwas gemächlicher voran.

Einen Abstecher nach Gibraltar sollten Sie verschieben, denn dazu bleibt bei dieser Route keine Zeit. Der schöne Teil der Reise beginnt bei Los Barrios, wo wir in den wilden Westen Spaniens eintauchen. Eine Warnung, die Sie beachten sollten: Auf dieser Strecke sind viele Überholverbote. Halten Sie sich unbedingt daran, denn meist sitzen einige Polizisten hinter Büschen und warten auf Verkehrssünder. Wahrscheinlich die einzige Einnahmequelle hier in der Wildnis :-) Doch nun tauchen wir in den Naturpark Serrania de Ronda ein. Hier werden die edlen Stiere gezüchtet und alles dreht sich um Stierkampf und Cowboys. Die Kämpfe selbst finden in den Städten statt, hier werden die Tiere gepflegt und gehegt und es fehlt ihnen an überhaupt nichts. Riesige Weiden und endloses Land für einige Stiere und etwas Geflügel. Unsere Hoffnung, an einen der Seen fahren zu können, haben wir begraben. Dafür wären derartige Umwege nötig, daß ein Tag nie reichen würde. Zudem sind die Gebiete meist in Privathand und man kann den Reichtum der Besitzer, die teilweise stolz zu Pferde in die Kneipe reiten, nur erahnen.

Auf der Strecke kommen Sie dann an eine Raststätte, "Los Corzos" Area de servicio LAPALMOSA, die für die Cowboys und Grundbesitzer so etwas wie der einzige Saloon in der Wildnis ist. Hier finden Sie auch ein Hotel, eine Venta (Restaurant) und wilde Typen mit verwegenen Gesichtern und stolze reiche Herren mit ihren Damen, die am Tresen unter vielen Schinken lümmeln und die neuesten Informationen austauschen. Internet wird es hier kaum geben, dachten wir sofort. Da steht die Zeit still. Aber wer weiß, möglicherweise findet der Cowboy nach der Arbeit ja online etwas Zeitvertreib?

Bei Alcalá de los Gazules fahren wir dann rechts Richtung Ronda/Ubrique. Der Ort Alcalá de los Gazules ist interessant, und was uns beeindruckt hat, waren die Leute, die stolz und zufrieden hier in der Einöde leben. Aber jetzt geht es in die Natur. Diese Strecke ist recht eng und man sollte den Blick nicht zu oft in die wunderschöne Landschaft streichen lassen. Der Ausblick ist gewaltig und der Kenner wird jetzt erstmals sagen, daß es hier Pilze geben muß.

Diese Einschätzung ist richtig. Der Sammler findet bis nach Ronda immer wieder Wälder, die zum Sammeln einladen. Aber der Genießer wartet erst einmal ab und genießt noch die Landschaft. Aber dann......

Einige Schritte in einen Wald und schon ist das Abendessen perfekt. Einige Champignons im Wald? Da kommt gleich die Angst vor dem Giftpilz. Es gibt keinen Champignon mit weißen Lamellen. Das wäre dann tödlich und nennt sich weißer Knollenblätterpilz. Diese 3 Gesellen hatten je 15cm Durchmesser und der Wald hätte sicher noch mehr interessante Objekte bereitgehalten.

Nach wenigen weiteren Kilometern kommen wir an einen Abzweig nach Ubrique. Wir können Ihnen versichern, daß es besser ist, rechts zu fahren. Sie haben nichts verpasst. Jetzt geht es in ein gewaltiges Felsgebiet. Hier liegt auch der Ort Cortes de la Frontera.

Die Berge sehen teilweise so aus, als seien sie Schneebedeckt. Je weiter man nach Ronda kommt, um so eindrucksvoller sind die Berge. Sie kommen dann an einen Aussichtspunkt Cueva de la Pileta mit einer Brücke über einer Schlucht und einer tollen Aussicht. Hier kommt man zu einer Höhle mit Felsenmalereien aus dem Paläolithikum. Dann fahren wir weiter und kommen dann an den Abzweig nach Jimena de Libar. Hier halten Sie sich links und fahren nicht auf den Ort auf der rechten Seite zu. Ausgeschildert ist die richtige Strecke mit Ronda / Montejaque. Man kann auch die untere Strecke fahren, aber die eindeutig schönere Strecke ist unsere vorgeschlagene Richtung. Zudem ist sie besser ausgebaut.

Nach wenigen Kilometern kommen wir in den Ort Benaoján. Liegt er nicht wunderschön in den Bergen?

Wunderschöne Landschaft in der Nachmittagssonne. Lassen Sie sich nicht täuschen. Es ist Herbst, Anfang November, und ein wenig Regen hat die Berge in ein saftiges Grün getaucht. Die Weite dieser Region und die Ruhe läßt die Seele einswerden mit der Natur.

Dann geht es weiter Richtung Ronda. Wir halten uns am nächsten Abzweig an die Ausschilderung nach Ronda. Die Straße führt durch Felsen und Schluchten. Die karge Landschaft auf hartem Gestein wandelt sich immer mehr in ein breites Tal mit saftigen Wiesen und die Sonne läßt die feinen jungen Gräser so sehr leuchten, daß man ein außergewöhnliches Farbenspiel erleben darf. Ronda, die alte Stadt auf Felsen gebaut, erwartet uns schon in weiter Ferne. Diese Tour ist schon gewaltig und die vielen Eindrücke muß man erst einmal verarbeiten. Wohl dem, der nun in Ronda übernachten wird und in Ruhe die zauberhafte Stadt mit ihrem Lichterspiel und ihren kleinen Cafes, Bars und Restaurants für den Ausklang dieser Rundreise nutzen kann. Sehen Sie sich unbedingt Ronda an, und kaufen Sie hier besonders günstig aktuelle Mode und Lederwaren.

Für alle, die die Rundreise an einem Tag machen, führt die Reise nun wieder nach Marbella, oder genauer nach San Pedro de Alcántara (45KM) über die neue gut ausgebaute Straße. Wenn Sie den Sonnenuntergang über dem Meer noch erleben möchten, dann sollten Sie rechtzeitig kurz vor Marbella sein. Sie sehen dann von den Bergen aus bis nach Afrika und Gibraltar. Aber für Ronda würde ich jeden Sonnenuntergang eintauschen. Ronda bei Nacht ist ein Erlebnis. Und einen Sonnenuntergang kann man auch von Ronda aus genießen.

So, das war unser kleiner Ausflug. Nehmen Sie sich etwas Proviant mit. Um so mehr können Sie sich auf ein wunderschönes Abendessen in Ronda freuen.

Wir haben uns gefreut, daß Sie uns begleitet haben und noch mehr würden wir uns freuen, wenn Sie uns auch auf den anderen Rundreisen wieder begleiten. Wenn es Ihnen gefallen hat, dann empfehlen Sie uns weiter.

Ihr Costa-del-Sol Reiseteam

 

 

 

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